Strategie

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„If content is king – content strategy is queen!“. Ein guter Ansatz, wie ich finde. Content ist im Marketing immer noch wichtig – immens wichtig. Aber noch wichtiger sind, finde ich, die Content Marketing Strategien.

3 wichtige Punkte für deine Content Marketing Strategien

Was genau ist Content Marketing?

Wenn man es genau nimmt, dann ist Content Marketing alleine auch schon eine Art Strategie. Zumindest eine strategische Richtung im Marketing, die als Ziel hat, relevanten Content zu kreieren und verbreiten. Es geht dabei immer darum, die auserkorene Zielgruppe zu erreichen und im besten Fall anzuziehen und involvieren. Geht es um ein Produkt, wäre der beste Fall ein Kauf eines Produktes sein.

Der Unterschied des Content Marketings zu anderen Marketing Methoden ist jener, dass Content Marketing weitgehend auf Werbebotschaften verzichtet. Beim Thema Content steht immer der Mehrwert und die Relevanz von Inhalten im Vordergrund.

Mögliche Ziele eines Unternehmens, Content Marketing einzusetzen, sind etwa die Steigerung der Bekanntheit des Unternehmens, der Aufbau von Vertrauen und auch das Kennenlernen der eigenen Zielgruppe.

Planung

Gibt es einen Unterschied zwischen Inbound Marketing und Content Marketing?

Was die beiden Disziplinen Inbound Marketing und Content Marketing verbindet ist der Content selbst. In beiden hat dieser einen wichtigen Part. Das unterscheidet im Grunde genommen auch Content Marketing von klassischen Werbemethoden. Während es in der Werbung wichtig ist, dass die Botschaften kurz und einprägsam sind, hat Content immer das Ziel, den Leserinnen und Lesern Mehrwert zu liefern.

In der Werbung ist auch die Wiederholung ein wichtiges Stilmittel, welches im Content Marketing kaum beziehungsweise nur in begrenztem Ausmaß zum Einsatz kommt.

Der größte Unterschied zwischen Inbound Marketing und Content Marketing ist der, dass Inbound Marketing eigentlich eine Vertriebsmethode ist. Das Ziel von dieser Disziplin ist die Generierung von Leads und in weiterer Folge Kunden zu gewinnen. Eine Klassiker im Inbound Marketing ist etwa das E Book. Für den Download von E Books nimmt man als „Bezahlung“ den Kontakt des Leads, zieht damit eine Interessentin oder einen Interessenten an und kann ihn in den nächsten Schritten bespielen.

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass beide Methoden in einer Content Marketing Strategie Platz haben können.

Was ist für meine Content Marketing Strategie wichtig?

Vielleicht sollte ich vorher eher kurz anreißen, warum du eine Content Marketing Strategie brauchen könntest und was das eigentlich genau ist.

Strategie

Eine Strategie ist sozusagen ein niedergeschriebener Plan, um an ein definiertes Ziel zu kommen. Sie unterstützt dich und dein Unternehmen dabei, die Erstellung und Verbreitung von Content strategisch anzugehen.

Das warum ist ebenfalls leicht erklärt. Ohne die Definition einer Content Marketing Strategie kommt in das Content Marketing sehr schnell Chaos. Die Dokumentation von Content, vom Prozess und von den Ergebnissen ist wichtig, um in weiterer Folge die Strategie anzupassen und zu schärfen.

In den nächsten Absätzen möchte ich dir drei wichtige Punkte näher erläutern, die ich persönlich als Grundelemente einer Content Marketing Strategie sehe.

Schritt 1 zur Content Marketing Strategie: deine Zielgruppe

Du hast dir vermutlich schon viele Gedanken gemacht, wer deine Zielgruppe ist. Jetzt geht es allerdings darum, diese Zielgruppen zu verstehen und sie im weiteren zu verinnerlichen.

Es gibt viele Methoden und Möglichkeiten, das zu tun. Du kannst etwa deine Kundinnen und Kunden oder auch interessierte Personen befragen, warum sie etwa deinen Newsletter abonniert haben oder bei dir kaufen. So kannst du in weiterer Folge auch die Customer Journey skizzieren und immer im Kopf für dein Content Marketing halten.

Eine weitere Möglichkeit ist, dass du sehr stark in die Trendrecherche gehst und abgleichst, welche Trends auf deine Zielgruppe treffen könnten oder sie ansprechen könnten.

Zielgruppenrecherche geht allerdings auch über deine Mitbewerber. Du kannst immer im Auge behalten, welche Methoden die Konkurrenz anwendet und wie sie die Zielgruppe ansprechen. Aber merke dir: Niemals kopieren – beobachten, lernen und für dich ableiten.

Joe Pulizzi – ein amerikanischer Content Marketing Experte – sagt etwa zu diesem Thema: “Your customers don’t care about you, your products, or your services. They care about themselves.”

Schritt 2 zur Content Marketing Strategie: deine Kanäle

Ein weiterer Schritt zu einer fertigen Content Marketing Strategie ist die Auswahl der Kanäle. Hierfür ist es hilfreich, vorhandenes Wissen effektiv einzusetzen. Gibt es Know-how im Bereich Text, kann ein effektiver Kanal ein Blog sein. Liegt die Expertise im Bereich Video, kann etwa YouTube der richtige Kanal sein.

Wichtig ist die (schon ein wenig ausgelutschte) Floskel „weniger ist mehr“. Es sollten niemals alle Kanäle bedient werden, sondern die 2-3 besten für die Inhalte und deren Formate.

An dieser Stelle widme ich mich gerne auch dem Thema Redaktionsplan. Ohne einen Redaktionsplan entwickelt sich dein Content Marketing schnell in Richtung Chaos. In einem Satz: es wird unübersichtlich.

Content Marketing Strategie Redaktion

Ein Redaktionsplan ist allerdings auch keine Raketenwissenschaft. In vielen Fällen reicht ein einzelnes Dokument (am besten eine Tabelle), in dem der Plan erstellt werden kann. Das gibt die Möglichkeit, alle Kanäle und vor allem alle Ideen im Blick zu behalten.

Schritt 3 zur Content Marketing Strategie: dein Content

Zeit für ein weiteres wunderbares Zitat: „Content Marketing is the gap between what brands produce and consumers actually want“.

Diese „gap“ gilt es nun strategisch mit Content zu füllen. Wir wissen nun, wie unsere Zielgruppe tickt und wir wissen außerdem, welche Kanäle zu unserer Zielgruppe und unserer Expertise passen.

In diesem Fall hilft dir auch der Redaktionsplan, den du erstellt hast. So hast du immer im Blick, welche Inhalte in Produktion oder Planung sind.

Kalender Planung

Für meine Kunden und auch meine privaten Blogs habe ich immer eine Excel-Tabelle für die Planung. Auf dem ersten Blatt steht der Kalender mit den geplanten Beiträgen. Tabellenblatt Nummer 2 ist für die Ideen. Hier lasse ich genügend Platz für eine stichwortartige Zusammenfassung.

Speziell Tabellenblatt Nummer 2 kann auch gut über etwa ein Trelloboard funktionieren. Bei mir stehen in dem Fall ganz links im Board die groben Ideen. Wenn zur Idee Text oder Bild kommt, verschiebt es sich langsam von links nach rechts. Ganz rechts dann der Reiter „gepostet“ und somit raus aus der Planung.

Egal, wie du deinen Content planst, Content besteht grundsätzlich aus etwa 70% Recherche und 30% Produktion und Planung. Das ist immer dem Mehrwert geschuldet, den wir alle mit Content Marketing bieten wollen.

Am besten führen wir uns noch einmal das Zitat von Josh Steimle (Forbes Magazine) vor Augen: „Content marketing is a marketing technique of creating and distributing valuable, relevant and consistent content to attract and acquire a clearly defined audience.“

Wertvoll, relevant und beständig – drei wichtige Faktoren für dein Content Marketing.

Suchmaschinenoptimierung als Teil von Content Marketing Strategien

Suchmaschinenoptimierung (SEO) braucht Content Marketing und umgekehrt. So viel ist fix. Die Suchmaschine freut sich über guten Content und so zahlt dieser wiederum auf das eigene Ranking auf Google und Co ein.

Die Suchmaschine ist in den letzten Jahren „menschlicher“ geworden. Nicht mehr die Keyword-Dichte ist ausschlaggebend, sondern der Punkt, wie man die Suchende oder den Suchenden am besten bedient. Faktoren, wie etwa die Verweildauer auf dem Link, der geklickt wurde, helfen das Ranking zu verbessern. Die Verweildauer hängt auf jeden Fall mit dem Content, der zur Verfügung gestellt wird, zusammen.

Es ist daher bereits in der Planung wichtig, das Thema Suchmaschinen mit einzubeziehen. Bei der Erstellung der Content Marketing Strategie sollte daher ein großer Punkt auch die Keyword Recherche sein.

Lies dir dazu auch gerne meinen Artikel zum Thema Suchintention durch – der kann dich in der Erstellung der Content Marketing Strategie unterstützen.

Social Media Marketing als Teil der Content Marketing Strategie

Wenn ich die Frage, ob Social Media Marketing ein Teil der Content Marketing Strategie schnell beantworten soll, dann kann ich sagen: JA – Social Media Marketing sollte ein Teil davon sein.

Social Media Marketing

Aber ich denke, ich muss hier ein bisschen mehr dazu sagen. Ich selbst nutze Social Media auf jeden Fall im Zuge meines Content Marketings. Genauer gesagt sind Facebook und noch viel mehr LinkedIn die beiden Kanäle, die ich hier bediene. Allerdings ist Facebook für mich ein Tool zur Verlängerung meiner Blogbeiträge. LinkedIn hingegen verwende ich eigenständig und in Kombination mit meinem Newsletter.

Ich hätte allerdings Bedenken, wenn Social Media die einzigen Kanäle in einer Content Marketing Strategie wären. Der Grund dafür ist schnell erklärt. Die Kanäle, wie etwa Facebook oder LinkedIn gehören nicht dir. Ein Blog auf der Webseite und auch eine Newsletter-Liste schon. Sollte Facebook heute beschließen, sich aus dem deutschsprachigen Raum zurückzuziehen, dann sind alle Bemühungen und Ergebnisse auf diesem Kanal weg.

Mein Tipp daher: Content Marketing auf Social Media ja – als Ergänzung zu Kanälen, die auch dir gehören.

Braucht ein Blog eine Content Marketing Strategie?

Ja – auch ein Blog kann eine Content Marketing Strategie brauchen. Hierfür möchte ich von meiner Strategie erzählen, die ich auf meinem Papa Blog Casual Dad anwendete.

Nachdem ich im Jahr 2017 den Blog bekannt gemacht habe, überlegte ich mir für das Jahr 2018 eine Strategie, die ich konsistent verfolgte. Ich ging auch hier nach den Worten wertvoll, relevant und beständig vor.

Wertvoll: Ich überlegte mir vier unterschiedliche Content Formate.

  1. Allgemeine Blogartikel über Erlebnisse als Papa

  2. Interviews mit anderen Papas (aus meinem Freundeskreis, aber auch bekannte Persönlichkeiten)

  3. Fremdcontent auf Social Media

  4. Lustige Infografiken

Die vier Formate hatten alle eine andere Aufgabe. Die Blogartikel und Interviews sollten den Leserinnen und Lesern zur Information dienen. Der Fremdcontent war eine Mischform – informativ und auch unterhaltsam. Die Infografiken dienten rein dazu, die erreichten Personen zu unterhalten.

Relevant: Die Artikel, Interviews und auch der Social Media Content hatte meistens relevante Themen. Bei einem persönlichen Blog ist das natürlich immer eine Ansichtssache – der Autor oder die Autorin findet vermutlich immer Relevanz in den Inhalten. Aber ich versuchte immer aktuelle Themen aufzubereiten und somit war die Relevanz gegeben.

Beständig: Zu Beginn legte ich in Form eines Redaktionsplanes fest, dass ich die kommenden Wochen bzw. Monate 4-5 Mal Content veröffentlichen möchte. Die Tage waren zu einem großen Teil fix eingeplant. Dienstag gab es ein Interview und Donnerstag einen neuen Artikel. Die anderen Tage waren etwas weniger fix – Social Media Content postete ich mal Montag, mal Mittwoch oder Freitag. Diesen Redaktionsplan zog ich auch bei Kooperationen mit Unternehmen durch. Das sah dann so aus: Montag Infografik zum Thema (zur Marke passend), Dienstag Interview mit einer Person des Unternehmens, Donnerstag ein Artikel, der grob zum Thema passt und die Marke mit einbindet. Durch diese Kampagnen hatte ich auch die Möglichkeit mit Unternehmen zusammenzuarbeiten.

Blog Content Marketing Strategie

Zum Thema Content gibt es noch zu sagen

Meiner Meinung nach ist die Distribution des Contents ähnlich wichtig, wie die Produktion. Somit sollte eine Content Marketing Strategie auch gleichzeitig eine Strategie für die Distribution beinhalten.

Beispiele für Kanäle zur Distribution, die meine Performance erhöht haben sind auf der einen Seite der eigene Newsletter. Auf der anderen Seite waren es immer Facebook-Gruppen. Hier hat man die Möglichkeit, Content, wie die oben erwähnten Infografiken oder auch Videos, zu platzieren. Wenn man hier die Möglichkeit findet, die Plattform einer großen Gruppe zu nutzen, kann das einen ziemlich großen Reichweiten-Boost bedeuten. Für meinen Papablog hat es bedeutet, dass ich dadurch regelmäßig mein Publikum erweitern und vergrößern konnte. Meine Infografiken hatten z.b. immer sofort ein paar Personen, die sei weiterteilten und so für die Reichweite sorgten.

Der Fotograf Jon Buscall bringt es auf den Punkt: „Content is a commitment, not a campaign“. Das sehr verbreitete Kampagnen Denken im Marketing muss in Bezug auf den Content und das Content Marketing auf jeden Fall über Bord geworfen werden.

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